Herbsttagung 2021

Aus den Pandemie-Beschränkungen 2020 haben wir gelernt! Zwar fand unsere Herbsttagung 2022 zum zweiten Mal online statt, aber statt traurig über ‚noch ein‘ Online-Treffen zu sein, haben wir das Beste aus den Corona-Einschränkungen gemacht. Zum ersten Mal war unsere Herbsttagung, dieses Mal zum Thema „Politíca Latina – Konflikte, Chaos, Neubeginn“, nicht auf ein Wochenende limitiert, sondern hat sich als Ringveranstaltung über den gesamten Oktober 2021 gestreckt. So konnten sich die Teilnehmenden in jeder Oktober-Woche auf einen spannenden Vortrag, Workshop oder Konzert freuen.

Am 6. Oktober haben die beiden Journalist*innen Sophia Boddenberg und Martin Reischke, in das Thema der Herbsttagung eingeführt. Nachdem Frau Boddenberg über die Aufstände, die neue Verfassung und die fatalen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf politischen Aktivismus in ihrer Wahlheimat Chile berichtet hat, fuhr Herr Reischke mit Berichten über die Massenflucht, die Interessen der USA und die innenpolitische Situation im „Triángulo Norte“ (El Salvador, Guatemala & Honduras) fort.

Auch der zweite Veranstaltungaabend am 13. Oktober begann mit zwei spannenden Vorträgen, in denen Prof. Dr. Sabine Kurtenbach und Dr. Peter Birle aus einer wissenschaftlichen Perspektive über die Konflikte Südamerikas gesprochen haben. Während Frau Prof. Dr. Kurtenbach,  auf die theoretischen Grundlagen von Konfliktentstehung und -lösung sowie deren Anwendung in Südamerika einging, sprach Herr Dr. Birle über die politischen Entwicklungen in Chile, Peru und Bolivien.

In der dritten Woche, am 20. Oktober, wurde es für die Teilnehmenden dann interaktiver. In einem Workshop zum Thema „Menschenrechtsverletzungen in Venezuela“ brachte die Kogruppe Chile Venezuela von Amnesty International den Teilnehmer*innen die Verbrechen des venezolanischen Regimes,  die große Zahl Geflüchteter und die verschiedenen Projekte Amnestys in der Region näher.

Für den krönenden Abschluss der Ringveranstaltung am 27. Oktober konnten wir die nicaraguanische Künstlerin Ceshia Ubau gewinnen. Mit ihrer Musik hat sie alle Teilnehmenden auf eine bewegende Reise durch die politischen Spannungen und kulturellen Besonderheiten  in Nicaragua, sowie ihre persönlichen Erfahrungen vom Leben dort, mitgenommen.

Hier könnt ihr selbst reinhören:

https://www.youtube.com/watch?v=HAsdNwMkfAg

Jeder der vier Veranstaltungsabende endete mit einer offenen Frage- und Diskussionsrunde, in der die Teilnehmenden sich mit den jeweiligen Gästen über die Vorträge, eigene Ideen und Erfahrungen zum Thema und die politische Zukunft Lateinamerikas ausgetauscht haben.

Schon lange stand Lateinamerika ganz oben auf unserer Liste spannender Themen für die Herbsttagung und das nicht nur, weil die Initiative Teilen viele Projekte in dieser Region fördert. Das Online-Format hat uns die Chance gegeben, die politische Lage dort ausführlich und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und kennen zu lernen. Natürlich  hoffen wir trotzdem, dass die Corona-Lage 2022 wieder eine Herbsttagung in Präsenz, mit echten Begegnungen und interessanten Gesprächen zulässt!

Bis dahin wünschen wir alles Gute und bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen Referent*innen und Teilnehmer*innen!

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